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Holzarbeiten

handfest und wohlriechend

Kontakt: Herr Rohde

Auch im Werkraum von Herrn Rohde haben sich Menschen zusammengetan, um etwas zusammen zu tun. Genaugenommen acht Männer und eine Frau. Sie stellen Sitzhocker aus vier Teilen her. Es gibt verschiedene Arbeitsstationen: sägen, fräsen, schleifen, leimen, feinschleifen, zusammenbauen, ölen. Die Atmosphäre ist „schaffig“ und man ist allseits gut gelaunt, hat aber nicht viel Zeit für Fragen und Antworten, sondern widmet sich ganz der Arbeit . 

Feinschliff (Foto: S. Gabor)

F:  Da stehen ja schon etliche Hocker in unterschiedlichen Stadien. Macht ihr nur Sitzhocker ?

A: Heute schon, sonst auch Aktenordner, Tabletts, Tierfiguren, Bäumchen und Zäune für Bauernhöfe.

F: Trefft ihr euch regelmäßig ?

A: Jeden Martinimarkt-Arbeitstag und 2 Samstage nach Vereinbarung hier in der Werkstatt. Es ist noch Platz für mehr Leute, im Moment haben wir eine Stammbesetzung von fünf Leuten. Könnten aber 30 – 50 % steigern, mehr verschiedene Sachen herstellen und mehr verkaufen. 

F: Braucht man Vorkenntnisse ?

A: Nein, nur Spaß mit Holz.

Damit nichts aus dem Leim geht … (Foto: S. Gabor)

F: Warum macht ihr hier mit und nicht z.B. bei den Wollbildern ?

A: – Es macht Spaß, man lernt was dabei, auch voneinander. Unterhält sich mal über andere Themen z.B. beim Ölen, da ist es ruhiger.
– Ich bin gerne schöpferisch tätig und freue mich über die Ergebnisse. Außerdem will ich was für die Gemeinschaft tun und die Sozialpflege.
– Das Filzen habe ich mal probiert, es gefällt mir nicht: Wolle ist zu leicht. Und Holz riecht gut. Man hat ein massives Stück, es passiert was, wiegt was.
– Ich bin noch ein „junger“ Schulvater und möchte alle Arbeitsgruppen mal durchmachen. Heute hat mich aber meine Frau hierher geschickt, die drüben bei der Wolle ist. Die Arbeit hier macht mir Spaß.
– Nette Truppe, gute Stimmung, ich komme gerne her. Es ist ein schönes Hand in Hand arbeiten.

F: Und was motiviert die einzige Frau ?

A: Ich arbeite gerne mit Holz, man hat was in der Hand. Es gibt mehr verschiedene Arbeitsschritte und die Bewegungen sind größer z.B. ölen und schleifen. Man kann was Praktisches herstellen, nicht „nur“ Schmuck. Außerdem riecht es gut.

F: Herr Rohde, sie sind Werklehrer an unserer Schule. Was motiviert sie in ihrer Freizeit Holzarbeiten anzubieten ?

A: Ich arbeite gerne mit Eltern zusammen und finde das auch wichtig, weil man sich hier als Lehrer und Eltern kreativ begegnet, also ganz anders als z.B. am Elternabend. Man schafft miteinander etwas für die Schule, hat zusammen Spaß und es ist sinnvoll, weil wir so Geld einnehmen, das den Schülern wieder zugute kommt. Ich kann mir sehr gut vorstellen die „Holzgruppe“ deutlich zu vergößern. Es ist fantastisch, wenn Eltern und Lehrer zusammen etwas für die Schule aufbauen.

Für jedes Alter (Foto: U. Rensmeyer) 

F: Die Werkstatt als Begegnungsstätte ?

A: Ja, es entstehen ganz andere Gespräche, z.B. mit Eltern, die sonst eher stiller sind. Begegnungen, Produktion und Gemeinschaftsgefühl gehen Hand in Hand. Das macht allen Spaß. Außerdem lernen die Eltern die Maschinen kennen. Dafür müssen sie aber Geduld mitbringen, da nicht alle gleichzeitig eingewiesen werden können. Und es braucht eine Bereitschaft zum Durchhalten z.B. beim Schleifen. Wir sind ein schönes Team und froh über das, was entsteht und in kurzer Zeit schon fertig gebracht wurde.

F: Vielen Dank für das Interview und – es riecht hier wirklich gut !

Kontakt: Herr Rohde

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